Welche Krebsfrüherkennung ist wichtig?

Krebsfrüherkennung für Frauen

Frauen sollten regelmässig zum Frauenarzt gehen, um Gebärmutterhalskrebs, Brust- und Eierstockkrebs frühzeitig zu erkennen.

  • Für die Mammographie gilt, dass bei einem sog. „Screening“ theoretisch 200 Frauen 20 Jahre regelmässig untersucht werden müssten, um eine Frau vor dem Krebstod zu bewahren.
  • Bei Frauen unter 50 Jahren ist das Brustdrüsengewebe häufig zu dicht, als dass die Mammographie eine gute Aussagekraft hat.
  • Hier hilft der Brustultraschall. Umgekehrt sieht man im Ultraschall Mikrokalk im Milchgang nicht so gut, der ein Hinweis für Brustkrebs sein kann.

Krebsfrüherkennung für Männer

Männer sollten zwischen 20 und 45 Jahren regelmässig selbst ihre Hoden tasten und bei hartem oder sehr grossem Hoden zum Urologen gehen. Ab dem 40. Lebensjahr sollten Männe den Urologen bereits einmal aufgesucht haben und mit diesem auch erörtern, ob jährliche Vorsorgeuntersuchungen angezeigt sind.

Krebsfrüherkennung für Frauen und Männer

Für beide Geschlechter gilt, bei der Entdeckung von grösser werdenden, unregelmässig begrenzten, schwarzen oder unterschiedlich durchfärbten Leberflecken den Hautarzt aufzusuchen.

  • Sinnvoll ist eine Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr. Diese ist auch empfehlenswert, wenn keine Symptome, wie etwa Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust auftreten. Damit kann die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken um 66%-90 % reduziert werden.
  •  Ein Check-up beim Hausarzt mit einer Kontrolle der Blutwerte ist ebenfalls ratsam. Dort sollte auch die Schilddrüse abgetastet und ein Blick auf die Herz- und Nierenfunktion geworfen werden.

Ist ein Ganzkörper-CT oder Kernspinn (NMR) nötig?

Diese Untersuchung schützt weder vor Krebs, noch hilft sie kleine Befund zu finden. Die Bildgebung sollte dann erfolgen, wenn Ihr Arzt Ihnen dazu rät.

 

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