Schlafvermeidung und schlechter Schlaf können zu Übergewicht führen

Dickmacher gibt es nicht nur zu den Mahlzeiten. Auch Schlafmangel kann zur Gewichtszunahme führen, denn Schlafmangel bringt Hormone auf Hochtouren, die den Hunger entfachen. Dagegen hilft leider Ausschlafen beim Abnehmen kaum.

Schlafmangel, das haben Schlafforscher festgestellt, begünstigt die Entstehung von Übergewicht. Eine treibende Kraft dafür ist ein hormonelles Regelwerk, das die Esslust steigert. Steigen normalerweise die Esslust steigernde Hormone in den frühen Morgenstunden und dem Mittag um das 4-fache an, so führt Schlafmangel nochmals zusätzlich zu einer Erhöhung der Freisetzung von Hungerhormonen und vermindert zudem auch noch die Ausschüttung des Sättigungshormons (Leptin).

Des weiteren verharren die Esslust steigernden Hormone dann sogar bis in die Abendstunden auf einem erhöhten Niveau und übermüdete Probanden einer Studie mit Schlafentzug verspürten auch noch eine vermehrte Lust auf „Dickmacher“.

Wie die Probanden mit Schlafentzug berichteten, waren ihr Appetit und ihre Esslust nach Schlafentzug durchweg grösser. Die dadurch bedingte Mehraufnahme an Kalorien betrug in dieser Gruppe durchschnittlich 100 kcal., und zwar besonders in der zweiten Tageshälfte. Dies ist umso problematischer, da bei identischer Kalorienaufnahme am Tage sich ein üppiges Menü am Abend sehr viel eher auf die Hüften niederschlägt, als ein fürstliches Mahl am Morgen. Schon 50 kcal am Tag zu viel können mit der Zeit zu Übergewicht führen. Eine Mehraufnahme von täglich 100 kcal muss man deshalb ernst nehmen.

Die Entdeckung, dass zu wenig Schlaf den Heisshunger auf z.B. „Junkfood“ erhöht, geht auf die international führende amerikanische Arbeitsgruppe auf dem Gebiet der Schlafforschung von Frau van Cauter zurück.

Zusammenfassung

Zusammenfassend bedeutet also der durch Schlafmangel auftretende Gewichtsanstieg, dass sowohl hormonelle Veränderungen, als auch Änderungen im Essverhalten der betroffenen Personen ursächlich sind.

  • Wer länger wach ist, hat mehr Zeit zum Essen.
  • Das Umgekehrte trifft aber leider nicht immer zu: Eine Verminderung des Schlafdefizits führt nicht automatisch zum Verlust überflüssiger Pfunde.
  • Massnahmen, die einen ausreichenden Schlaf fördern, haben das Potential, vor Übergewicht zu schützen.

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Quelle: FAZ 23.3.Natur und Wissenschaft: Artikel von Nicola von Lutterotti, Foto: © viperagp, Fotolia.com