Osteoporose

Osteoporose ist ein aus dem altgriechischen kommendes Wort und bedeutet übersetzt „Knochenschwund“. Die Osteoporose ist die Folge von übermässigem, stoffwechselbedingtem Knochenabbau. Das Erkrankungsrisiko steigt mit höherem Lebensalter, dabei sind mehr Frauen als Männer betroffen.

In der Schweiz betrifft diese Erkrankung schätzungsweise bis zu 600.000 Menschen.

Ursachen der Osteoporose

Ursachen der Osteoporose sind z.B. Fehlernährungen mit Calciummangel, Bewegungsmangel, übermässiger Nikotin und Alkoholkonsum, genetische – vererbte Osteoporoseneigungen und – besonders bei Frauen in und nach den Wechseljahren – hormonelle Veränderungen.

Folgen der Osteoporose

Die Folge können Knochenbrüche des Schenkelhalses und Wirbelkörpers sein, die zum Verlust der Selbständigkeit führen, weil die Skelett-Muskulatur durch die vorrübergehende Immobilität nach dem Knochenbruch im Rahmen der Therapie rasant zurückgehen kann.
Die Mobilisation und der erneute Muskelaufbau beanspruchen Zeit und Ausdauer. Häufig sind ältere Menschen wegen der Sorge, einen erneuten Knochenbruch zu erleiden, sehr verunsichert.

Erkennung

Erkennen lässt sich die Osteoporose häufig nicht an Schmerzen, sondern an der schnelleren Abnahme der Körpergrösse und der Verkrümmung der Wirbelsäule. Darüber hinaus bietet die Knochendichtemessung – also die Osteodensiometrie – die zuverlässigste Entdeckungsmethode einer möglichen Osteoporose.

Vorbeugung und therapeutischen Massnahmen

Die vorbeugenden und therapeutischen Massnahmen zur Verhinderung/Behandlung der Osteoporose bzw. zum Aufbau des Knochens sind zunächst einmal Bewegung und sportliche Betätigung, die auch die Muskulatur aufbauen und damit den Knochenstoffwechsel zur Verbesserung der Knochendichte anregen.

Calcium und Vitamin D reiche Ernährung oder zusätzlich als Tabletten verabreicht stärken ebenfalls die Knochendichte und verringern damit das Knochenbruchrisiko.

Prophylaktisch empfiehlt es sich, Stürze durch adäquates Schuhwerk vorzubeugen und Stolperfallen im Haushalt zu vermeiden.

Bei den Medikamenten gegen Osteoporose sind zur Zeit noch die Biphosphonate der Standard. Diese werden zur Hemmung des Knochenabbaus in der Langzeitbehandlung eingesetzt.

Aktuelles

Therapeutisch medikamentös gibt es aktuell einen neueren Antikörper ( Prolia = Denosumab), der die Aktivität der Osteoklasten, d.h. den knochenabbauenden Zellen, hemmt. Dadurch können die Osteoblasten (Zellen, die den Knochen aufbauen) ihre Wirkung erneut entfalten und die Osteoporose zusammen mit Calcium und Vitamin D bekämpfen.

In aktuellsten Studien wird zur Zeit ein noch nicht zugelassener Antikörper (Romosozumab) getestet, der die Osteoblastenaktivität ( Zellen, die den Knochen aufbauen) erhöht. Dies könnte einen potentiellen Durchbruch in der Osteoporose-Therapie bedeuten.

Verträglichkeit, Nebenwirkungen und therapeutische Effektivität der Antiköpertherapien bei Osteoporose sind besser als bei den Biphosphonaten.

 

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