Das männliche Klimakterium – Klimakterium virile

Erstbeschreibungen des „männlichen“ Klimakteriums gibt es bereits durch einen Gynäkologen im Jahre 1937.

Dabei fällt es dem Mann selbst sehr schwer, den Beginn seiner „Wechseljahre“ zu erkennen. Während bei der Frau das Ausbleiben der Monatsblutung diesen Lebensabschnitt hervorragend markiert, und die Frau dann recht leicht alle nun auftretenden Ereignisse und Beschwerden in ihrem Körper „irgendwie mit hormonellen Dingen“ in Zusammenhang bringen kann, fehlt beim Mann leider solch ein guter Marker.

Der Mann merkt erst an der stetig zunehmenden Zahl von Leiden und Gebrechen, dass da „irgend etwas wohl nicht mehr stimmt“. Dabei ist das Beschwerdebild des alternden Mannes nahezu identisch mit dem der klimakterischen Frau.

Auch beim Mann ist, wie bei der Frau, das klinische Bild des Klimakteriums mit einzelnen oder mehreren folgenden, aufgelisteten Beschwerden verbunden:

  • Hitzewallungen
  • Schweissausbrüche
  • Depressionen
  • Leistungsknick
  • Schlafstörungen
  • Störungen der Libido
  • Erektile Dysfunktion
  • Gedächtnisprobleme – Kurzzeiterinnerungsvermögen
  • Kopfschmerzen
  • Herzbeklemmungen und Rhythmusstörungen
  • Haarverlust
  • Neigung zum Fettansatz
  • Luftnot
  • Rückgang der Hautdicke / Hautprobleme
  • Sehstörungen
  • Osteoporose
  • Gelenkbeschwerden

Ursache für diese Beschwerden können auch beim Mann messbare Hormondefizite von Progesteron und Östrogenen sein. Dabei ist das Progesteron die „Mutter“ aller Hormone, aus dem bei beiden Geschlechtern alle anderen Hormone wie Testosteron, Cortisol (Stresshormon) und Östradiol im Köper über Vermittlerstoffe hergestellt werden.

Wenn nach einem ausführlichen Erstgespräch, der Kenntnis des Beschwerdeprofils sowie den Ergebnissen der Hormonwerte Hinweise für ein männliches klimakterisches Beschwerdebild vorliegen, benötigen wir noch folgende Informationen:

  • eine aktuelle internistische Untersuchung
  • und die Ergebnisse einer urologische Vorsorgeuntersuchung, inklusive PSA Test

Diese Informationen müssen vor einer allfälligen Therapie vorliegen um Kriterien auszuschliessen, die gegen eine Therapie sprechen könnten. Als Therapie behandeln wir ausschliesslich mit naturidentischen, bioidentischen Hormonen. Nach der Erstellung eines Therapieplans wird das weitere Vorgehen mit dem Patienten besprochen.

 

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